Dienstag 01.11.2016

„Die Löwinnen von Paris – Frauen in Hosen an vorderster Front“ mit Susanne Wosnitzka

Bild: Amantine Aurore Lucile Dupin (1804-1876) aka George Sand

Für diesen Vortrag öffnet Susanne Wosnitzka abermals ihre Schatzkiste an Wissen mit absolut neuen Erkenntnissen aus historischen Zeitungen zu Frauen – darunter auch Lesben – in Hosen aus der Zeit zwischen 1750 und 1850.

Sie entblättert bislang unveröffentlichtes Material zu Heldinnen auf Schlachtfeldern, Frauenarmeen um 1800 in Europa, Vorkämpferinnen der Menschen- und Frauen(wahl)rechte in völlig neuer Facette. Darunter waren die „Löwinnen von Paris“, die selbstbewusst neue feministisch-modische Zeichen setzten, von der Justiz angeprangerte Frauen lautstark unterstützten, gesellschaftliche Tabus brachen und untereinander bestens vernetzt waren. Von Petitionen um 1830, die gegenderte Sprache forderten! Von großen Frauendemos in London bereits 100 Jahre vor der Suffragettenbewegung! Warum war es trotzdem bis weit in die Mitte des 19. Jahrhunderts möglich, ungeliebte Ehefrauen in England auf dem Markt zu verkaufen und was hielt man hier in Deutschland davon? Feministisch-lesbische Subkultur, die salonfähig wurde! Was hatte George Sand damit zu tun?

Du bist gehörlos und möchtest für diese Veranstaltung eine Gebärdensprachdolmetscherin reservieren? Dann melde dich bitte bis 24.10.2016 hier an: Bildschirmfoto 2015-09-21 um 22.46.47

Ort: Café Regenbogen, Lindwurmstraße 71, 80337 München
Beginn: 17:00 Uhr, Einlass: 16:30 Uhr
Datum: Dienstag, 01.11.2016
Eintritt: 7,00 Euro
ermäßigter Eintritt: 5,00 Euro

Susanne+Wosnitzka

Susanne Wosnitzka M.A. studierte Musikwissenschaft, Klass. Archäologie, Europ. Ethnologie/Volkskunde und Kunstgeschichte in Augsburg. Sie arbeitet als Spezialistin für Komponistinnen u.a. für das Archiv Frau und Musik sowie ehrenamtlich im Vorstand von musica femina münchen e.V. und im wiss. Beirat der Deutschen Mozart-Gesellschaft. Ihre Dissertation verfasst sie derzeit zur reichsstädtischen Musikgeschichte Augsburgs. Ihre Leidenschaft gilt der Erforschung lesbischen Lebens in der Vergangenheit.